Mitteilungen & Presse

Kontakt bei Pressefragen und Medienkooperationen:

Dr. Georg Rüter, Geschäftsführer

E-Mail: geschaeftsfuehrung@kho-bielefeld.de

Katholische Krankenhäuser unter einem Dach

Die Verschmelzung der Sankt Elisabeth Gütersloh GmbH mit den benachbarten katholischen Häusern zur neuformierten Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO) gGmbH ist am 1. Juli rechtskräftig umgesetzt worden. Damit konnte das zu Beginn des Jahres in Sondierungsgesprächen gesteckte ehrgeizige Ziel wie geplant zur Jahresmitte erreicht werden – die Weichen für eine gemeinsame, erfolgreiche Zukunft sind gestellt. 

Zum neuen Verbund mit Sitz in Bielefeld gehören die traditionsreichen Krankenhäuser Franziskus Hospital Bielefeld, Mathilden Hospital Herford, Sankt Elisabeth Hospital Gütersloh, Sankt Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück, Sankt Lucia Hospital Harsewinkel, und Marienhospital Oelde. Die Farben des neuen Logos repräsentieren die KHO-Familie mit ihren sechs Standorten. Das Kreuz symbolisiert sowohl den Verbund als auch die Caritas im Sinne des Erkennungszeichens christlicher Kirchen und deren Geist der Nächstenliebe.

Insgesamt stellen in der neuen Gemeinschaft 3.237 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 1.787 im Pflegedienst und 421 Ärztinnen und Ärzte, die medizinische Versorgung der Patienten in der Region sicher. Bundes- und Landespolitik drängen die Krankenhausträger seit Jahren ihre Angebotsstrukturen enger miteinander abzustimmen, um damit Qualitätsvorteile und eine verbesserte Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Diese Vorteile sieht auch die KHO. Der Zusammenschluss stellt das Unternehmen auf ein breites, zukunftsträchtiges Fundament. „Wir führen wirtschaftlich gesunde Gesellschaften in diesen Verbund zusammen, die in 2021 einen Umsatz von 285 Millionen Euro erwirtschaften und dabei jeweils positive Jahrabschlüsse verzeichneten. Solides Wirtschaften ist von hoher sozialpolitischer Relevanz: nur so können Belastungen für Beitragszahler und Steuerzahler, vor allem für künftige Generationen, vermieden werden“, betont der Sprecher der Geschäftsführung Dr. Georg Rüter. Trotz sehr hoher Investitionen in den zurückliegenden fünf Jahren verfügt die KHO über eine solide Eigenkapitalbasis. 

„Von breit aufgestellten medizinische Fachzentren, einer guten, interdisziplinären Vernetzung bis zu attraktiven Aus- und Weiterbildungsangebote für das Personal: Im Verbund mit solider Finanzbasis können die kommenden Aufgaben gemeinsam geschultert und Synergien genutzt werden. „Wir wachsen zusammen, um zusammen zu wachsen“, betont Geschäftsführer Dr. Stephan Pantenburg. „Wir sind dankbar, dass unsere Gesellschafter mit Weitblick diesen Verbund initiiert und konsequent vollzogen haben.“

In der konstituierenden Sitzung des Verwaltungsrates wurde Olaf Bartsch aus Gütersloh einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsgremiums gewählt, Dr. Georg Galle aus Bielefeld ebenfalls einstimmig zu seinem Stellvertreter. Für das Gremium zeichnen außerdem verantwortlich: Heinz Flege, Winfried Arbeiter, Joachim Fellmer, Marcel Giefers, Christian Grochtmann, Werner Twent, Wolfram Gerling, Karin Rodeheger und Gerhard Freitag. Jeder Gesellschafter ist mit zwei Vertretern im Verwaltungsrat vertreten. Die kollegiale Geschäftsführung bilden Dr. Georg Rüter und Dr. Stephan Pantenburg.
 

2G+ Regelung im Franziskus Hospital ab 29.03.2022

  • Besuchszeit: 12:00 bis 20:00 Uhr
  • Besuchsdauer: 60 Minuten
  • Jeder Patient kann zwei Besuchspersonen benennen, die im System abgespeichert werden.
  • Diese Besuchspersonen müssen nachweislich von Covid genesen oder geimpft UND tagesaktuell schnellgetestet sein (2G+) und einen Personalausweis mitbringen.
  • Die Testpflicht gilt auch für Geboosterte. 
  • Auch für Väter/Begleitpersonen während der Geburt gilt die 2G+-Regelung. Hier erfolgt ein Schnelltest im Kreißsaal, wenn die Geburt spontan einsetzt.
  • Kinder unter 12 Jahren dürfen Besucherinnen und Besucher nicht begleiten.
  • Eine FFP2-Maske ist während der gesamten Zeit im Krankenhaus korrekt über Mund und Nase zu tragen und darf auch im Zimmer nicht abgesetzt werden.  
  • Bitte verzichten Sie auf Körperkontakt und halten Sie immer den gebotenen Abstand (mind. 1,5 Meter) zu allen Personen ein.
  • Bitte folgen Sie den Anweisungen des Krankenhauspersonals. Dieses kann jederzeit Besuche begrenzen.
  • In palliativen Behandlungssituationen oder bei Schwerkranken können wir in Einzelfällen besondere Ausnahmen gewähren - bitte melden Sie sich hier bei dem Stationsteam oder den behandelnden Ärzten. 
  • Bitte beachten Sie, dass wir keine regulären PCR-Tests und keine regulären Schnelltests für Besucherinnen und Besucher anbieten. Testzentren im Umkreis finden Sie hier.  
    Sie finden auch ab dem 30.06.2022 weiterhin kostenfreie Testmöglichkeiten in der Nähe, beispielsweise in den Bielefelder BIEKRA-Testzentren. Sollten Sie ein anderes Testzentrum aufsuchen wollen, besteht als Besucherin oder Besucher unserer Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, sich von den Kosten von 3 € für die Selbstbeteiligung an den Tests befreien zu lassen. Hierfür ist ein Nachweis erforderlich, an dem wir mit Hochdruck arbeiten - wir bitten Sie diesbezüglich noch um ein wenig Geduld und infomieren Sie an dieser Stelle schnellstmöglich darüber. 

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

 

ein Herz mit den Farben der ukrainischen Flagge mit dem Franziskus Hospital im Hintergrund

Hilfe für die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine stellt die Menschen dort derzeit vor die schlimmstmöglichen Herausforderungen: Sie werden aus dem Nichts heraus angegriffen und müssen um ihr Leben fürchten, richten sich auf eine Flucht aus ihrer Heimat ein oder aber müssen unter Lebensgefahr ihr Land verteidigen. Familien werden auseinandergerissen und sämtliche Strukturen dieser demokratischen Gesellschaft sind plötzlich ausgehebelt worden.

Viele Menschen solidarisieren sich und zeigen mit Gesten und Worten, dass sie die Kriegsereignisse verurteilen. Ebenso wie an die Ukrainer denken wir an die Menschen in Russland, die keinen Krieg wollen und die diese weitreichende politische Entscheidung einer Person nicht mittragen. Das alles bewegt auch uns hier seit mehr als einer Woche und wir sind darüber hinaus überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die uns auch aus den Reihen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreicht.

Alle tragen den Gedanken von Frieden und Freiheit mit. Gerade jetzt merkt man das #hospitalmitherz nochmal sehr deutlich.

Unser Motto ist nämlich genau das: Anpacken! Als am Montagmorgen eine erste Bitte von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft im Franziskus Hospital eintraf, handelten die Verantwortlichen sofort: Ein erster PKW wurde mittags gepackt mit Materialien, die in der Ukraine jetzt besonders wichtig sind: Verbandsmaterialien, OP-Material und Behandlungsinstrumente. Vom Zentrallager in Bielefeld konnte der vollgepackte PKW noch am Abend in Richtung Kiew fahren.

Ein Spendenkonto wurde am Mittwoch eingerichtet, und die Bank für Kirche und Caritas (Paderborn) hat es sofort mit 10.000 € Startkapital ausgestattet. Das gesammelte Geld wird ausschließlich für Materiallieferungen zur ukrainischen Grenze verwendet. Kontodaten: Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen, IBAN DE32 4726 0307 0011 7604 17 (Verwendungszweck: Spende Ukraine).

Spendenquittungen werden selbstverständlich ausgestellt.

Spontan meldeten sich zahlreiche Mitarbeiter der KHO, um im Falle von möglicherweise eintreffenden Kriegsverletzten außerhalb der Arbeitszeit im OP oder in der Notfallambulanz zu helfen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seelsorge unterstützen mit Kollekten verschiedene Projekte. Sie rufen am kommenden Dienstag, dem 08.03.22 um 14:00 Uhr zu einem ca. 20-minütigen Friedensgebet in der St. Andreaskapelle des Franziskus Hospitals Bielefeld auf.

Wir werden mit verschiedenen weiteren Aktionen Flagge zeigen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Präsidentin der FH Bielefeld, Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk und Dr. Georg Rüter, Geschäftsführer der KHO gem. GmbH unterzeichnen Kooperationsvertrag

Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen und Fachhochschule Bielefeld unterzeichnen Kooperationsvertrag

Bielefeld (fhb). Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen gem. GmbH (KHO) und die Fachhochschule Bielefeld (FH) intensivieren ihre Zusammenarbeit, denn die Herausforderungen der gesundheitlichen Versorgung erfordern mehr denn je, dass Hochschule und Praxis eng verzahnt arbeiten. Am Mittwoch (16.2.) haben die Präsidentin der FH Bielefeld, Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk (rechts im Bild), und Dr. Georg Rüter, Geschäftsführer der KHO gem. GmbH (links im Bild), die bereits langjährig etablierte Zusammenarbeit institutionell auf eine neue Stufe gehoben und einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Wesentliches Anliegen ist es, die vielfältigen einzelnen Kooperationsbezüge zu bündeln – insbesondere, um gemeinsame Forschungsprojekte durchzuführen und eine weitergehende Verzahnung der Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Anwendung zu ermöglichen. Themen wie der Fachkräftemangel oder auch die Digitalisierung im Gesundheitssektor sollen nun gemeinsam auf Forschungsebene vertieft werden.

CareTech OWL: Angewandte fachübergreifende Gesundheitsforschung

Der Forschungsverbund CareTech OWL wurde 2019 an der FH Bielefeld als Zentrum für Gesundheit, Soziales und Technologie gegründet. Er bündelt interdisziplinäre Expertise, um eine integrierte Versorgungsforschung voranzubringen. Hierbei werden Aspekte der sozialen, pflegerischen und therapeutischen Grundversorgung mit innovativer Technikentwicklung kombiniert. Damit verbindet das Zentrum die Vision eines regionalen Innovationsökosystems im Sozial- und Gesundheitswesen. Das Franziskus Hospital und andere Krankenhäuser der KHO werden hier maßgeblich mitarbeiten und dabei stets die Patientinnen und Patienten als Ausgangspunkt ihrer Aktivitäten in den Mittelpunkt stellen. Kontinuierlich werden unter anderem medizinische „Hardware“ und Prozesse wie Aufnahme, Diagnostik und Therapie weiterentwickelt. Dabei greifen die Kompetenzen der FH und ihrer verschiedenen Partner, darunter auch die KHO, nahtlos ineinander.

Gesundheitliche Versorgung sicherstellen

„Die Zusammenarbeit von KHO und FH Bielefeld wird durch den heute geschlossenen Rahmenvertrag für Lehre, Forschung und Transfer vertieft. Unsere Kooperation stärkt den Wissenschaftsstandort OWL und flankiert den thematischen Schwerpunkt Health, Care & Technology“, so FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk.

„Die demographische Herausforderung werden wir nur durch personelle, organisatorische und technische Innovationen bewältigen können. Mit dem heute geschlossenen Kooperationsvertrag eröffnen wir Verbesserungen, die zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten in die Praxis integriert werden können“, ergänzt KHO-Geschäftsführer Dr. Georg Rüter.

Aus- und Weiterbildung bereits seit längerem großgeschrieben: Die KHO betreibt ein eigenes Bildungszentrum für Berufe des Gesundheitswesens und ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover.

Traditionell enge Zusammenarbeit zwischen FH und KHO

Die KHO bietet Studierenden des Fachbereichs Gesundheit schon seit vielen Jahren sowohl im klinischen wie auch im Ausbildungsbereich Praktikumsplätze. Die FH ihrerseits arbeitet in der Lehre ebenfalls bereits mit der KHO zusammen: So ist KHO-Personal u.a. als Lehrbeauftragte an der FH Bielefeld tätig. Umgekehrt werden Hochschuldozenten der FH im Bereich des KHO-Ausbildungszentrums eingesetzt. Die jetzt beschlossene engere Kooperation soll den Rahmen dafür schaffen, dass beide Institutionen ihre gemeinsame Arbeit insbesondere auch im Hinblick auf die Forschung vertiefen können.

Personalentwicklung im Feld Health, Care and Technology: CareTech OWL ist wissenschaftlicher Kern des Personalentwicklungsprogramms Career@BI – Center for Cooperation and Career Management an der FH Bielefeld. Mit dem Projekt Career@BI eröffnen die Hochschule und mit ihr kooperierende Institutionen forschungsinteressiertem Stammpersonal Anreize zur Karriereentwicklung. Einer der Beteiligten ist Dr. med. Stephan Held, Geriater und Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin | Geriatrie an der KHO. „An der Hochschule gebe ich mein Fachwissen in der Lehre weiter und entwickle mit den Kolleginnen und Kollegen innovative Forschungsansätze. Gemeinsame Forschungsprojekte setzen beispielsweise an Versorgungsprozessen und der Weiterentwicklung von Hilfsmitteln und Rehabilitationsmaßnahmen an. Diese können vom gezielten Einsatz neuer Technologien erheblich profitieren.“

 

Weltkrebstag: Kunsttherapie

Anlässlich des heutigen Weltkrebstags möchten wir euch gerne eines unserer begleitenden Angebote für unsere Krebspatientinnen und -patienten vorstellen.

Eine Krebserkrankung wird in unserem Tumorzentrum immer aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Unser Ziel ist es, flankierend zur Therapie auch die familiäre Situation unserer Patienten zu unterstützen und ihr psychisches Wohlbefinden und individuelle Bewältigungsstrategien zu stärken.

Ein Beispiel aus unserem reichhaltigen Angebot ist unsere Kunsttherapie im Brustzentrum, die regelmäßig vor Ort, und auf Wunsch auch per Videokonferenz angeboten wird: Hier können Patientinnen mit verschiedenen Materialien ihr ganz eigenen Ideen verwirklichen und gleichzeitig Ängste und Spannungen gut ausdrücken und visualisieren. Das Ganze hat erst einmal nichts mit „Kunst“ zu tun, jede Patientin kann mitmachen und nach den ganz eigenen Wünschen Dinge fertigen oder mit den Lieblingsfarben künstlerisch gestalten.

Unsere Teilnehmerinnen berichten begeistert, dass sie sich – auch durch die einfühlsame Art der Kunsttherapeutin und Psychoonkologin Andrea Karle – in den Sitzungen sehr wohl fühlen und mit neuen Impulsen und mehr psychischer Energie in die nächste Therapierunde starten konnten. 

Andrea Karle hat nicht nur dieses Foto von einem Bild geschossen, das mit geschlossenen Augen gemalt wurde, sondern erläutert in unserem Podcast „AusFragen – mit Abstand die beste Info“ auch nochmal genau, was die Kunsttherapie bedeutet und welche Wirkung unser umfassendes Konzept hat. Hier kann man reinhören: https://open.spotify.com/episode/3u6XIL0z9BAZTssIvIMa17?si=HAek9Sp3THao1xCR7NL-ZQ&utm_source=native-share-menu

Katholische Krankenhäuser wollen gemeinsamen Weg gehen

Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen gem. GmbH und die Sankt Elisabeth Gütersloh GmbH wollen künftig gemeinsam agieren: Eigentümer, Verwaltungsräte und Geschäftsführungen beider Unternehmen arbeiten an einer gemeinsamen Unternehmenskonstruktion, die im ersten Halbjahr 2022 fertiggestellt sein soll. Mögliche Zusammenschlussvorhaben werden vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bundeskartellamt erörtert.
Bundes- und Landespolitik drängen bekanntlich die Krankenhausträger ihre Angebotsstrukturen enger miteinander abzustimmen, um damit Qualitätsvorteile und eine verbesserte Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Die beiden katholischen Träger mit ihren traditionsreichen Krankenhäusern Mathilden Hospital Herford, Franziskus Hospital Bielefeld, Sankt Elisabeth Hospital Gütersloh, Sankt Lucia Hospital Harsewinkel, Sankt Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück und Marienhospital Oelde stellen sich dieser Zukunftsherausforderung und werden ihre Unternehmenspolitik eng miteinander abstimmen.

Die Geschäftsführer Dr. Stephan Pantenburg und Dr. Georg Rüter erläutern einige Eckdaten: Im Jahr 2021 wurden etwa 50.000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt; etwa 120.000 ambulante Patientinnen und Patienten suchten insbesondere die Zentralen Notfallaufnahmen auf. Spitzenreiter sind die beiden Krankenhausgesellschaften in der COVID-Versorgung: Seit Beginn der Pandemie wurden über 2.000 COVID-19-Patientinnen und Patienten behandelt, das sind mehr als in jedem anderen Krankenhausverbund Ostwestfalens; sowohl absolut als auch in Relation der Zahl der aufgestellten Betten.
Sehr erfreut berichten beide Geschäftsführer über die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Geburtenzahlen des Jahres 2021. So halfen die geburtshilflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt 3.662 Kindern das Licht der Welt zu erblicken. Dies bedeutete für die geburtshilflichen Kliniken Zu-wachsraten in Höhe von 2,5 % bis 9,8%.

Diese Versorgung stellten insgesamt 3.235 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicher, davon 1.796 im Pflegedienst und 419 Ärztinnen und Ärzte. Erwirtschaftet wurden im vergangenen Jahr etwa 260 Millionen Euro Umsatz; wie bereits im Vorjahr arbeiteten beide Gesellschaften ohne Defizite. Trotz sehr hoher Investitionen in den zurückliegenden fünf Jahren verfügen die Krankenhausunternehmen über eine solide Eigenkapitalbasis, sodass Befürchtungen eines Sanierungskurses unbegründet sind. Im Gegenteil: die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg von 2017 bis 2021, wobei insbesondere die kliniknahen Bereiche, also der Pflegedienst, der Funktionsdienst und der Ärztliche Dienst hiervon überproportional profitierten.

Auch für die Zukunft planen Dr. Stephan Pantenburg und Dr. Georg Rüter keinen Personalabbau, sondern sehen gute Chancen für einen weiteren Ausbau gemeinsamer Aktivitäten, beispielsweise in der Stärkung ausgewählter Fachbereiche, in denen das eine oder das andere Krankenhaus besondere Stärken hat. In der Zukunft wird es vor allem um die Akquisition und Bindung qualifizierter Fachkräfte gehen: Beide Krankenhausgesellschaften sind Akademische Lehrkrankenhäuser, das Sankt Elisabeth Hospital in Gütersloh bei der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster, das Franziskus Hospital Bielefeld bei der Medizinischen Hochschule Hannover, also bei zwei bundesweit herausragend renommierten Adressen. Die KHO gem. GmbH verfügt über ein eigenes, staatlich anerkanntes Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen, das auch die neuen Ausbildungsgänge der operationstechnischen und anästhesietechnischen Assistenten beinhaltet. Die Zahl der Ausbildungsplätze wurde in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich erhöht. Die Sankt Elisabeth Hospital gem. GmbH ist Teilhaber an der ZAB Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen mit einer Vielzahl von Ausbildungsgängen. Insgesamt bieten beide Gesellschaften jährlich rund 210 Ausbildungsplätze in Gesundheitsberufen an.

Die Vertreter der beiden Katholischen Krankenhäuser unterstreichen, dass es bei dem vorgesehenen Zusammenschluss nicht um konfessionelle Gründe geht, sondern um Unternehmenspolitik. Denn moderne Krankenhäuser sind hoch arbeitsteilige, technisch bestens ausgestattete Unternehmen, deren Qualitätsergebnis und Wirtschaftlichkeit in erster Linie durch die Grundsatzausrichtung der Unternehmenspolitik und vor allem durch die Kompetenz und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 100 verschiedenen Berufen erzielt wird. Die sehr lange Tradition aller sechs Krankenhaus-standorte – keiner ist jünger als 100 Jahre alt – bildet nach Einschätzung der beiden Geschäftsführer kein Ruhekissen, sondern vielmehr Verpflichtung und Ansporn für die Gestaltung der Zukunft, der sich die Krankenhäuser gern im Dienste der Patientinnen und Patienten und deren Kooperationspartner stellen.


Dr. Georg Rüter
Geschäftsführer der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen gem. GmbH
mit den Standorten Franziskus Hospital Bielefeld, Mathilden Hospital Herford, Sankt Vinzenz Hospital

Dr. Stephan Pantenburg
Geschäftsführer der Sankt Elisabeth Hospital GmbH
mit den Standorten Sankt Elisabeth Hospital Gütersloh, Marienhospital Oelde, Sankt Lucia Hospital Harsewinkel